Ein Fischertag
… bedeutet viel mehr als die erlaubte Menge
an Fischen zu entnehmen:
Glücklich, wer die Schönheit der Umgebung erkennt und Eins wird mit der Natur. Fische zu fangen ist die wichtigste „Nebensache“ beim Fischen. Wer auch Augen für die Details in der Natur hat, wer sieht,
wie eine Wespe Holz vom Ruderboot schabt um damit ihr Nest zu bauen, oder wer die seltenen Vögel,
die in den Schluchten des Stausees vorkommen, erkennt, für den ist jeder gefangene Fisch
eine Draufgabe für einen perfekten Tag.
Haben sie schon einmal einen Mauerläufer entdeckt? Kennen sie alle Entenarten die sie beim Fischen begleiten? Der wunderschöne aber sehr seltene Eisvogel und die vielen Wasseramseln finden ideale Brutgelegenheiten. Wussten sie, dass die Wasseramsel ein enger Verwandter des Zaunkönigs ist?
Ist man sich dessen bewusst, dass die „Wasserpest“ – mit dem schönen lateinischen Namen “Elodea” –
ein wahres Paradies für unsere Jungfische ist, kann man sich eigentlich gar nicht mehr darüber ärgern,
sollte man mit einem Köder darin einmal hängen bleiben.
Ein Stausee ist ständig in Veränderung. Geschiebe aus dem Gebirge wird abgelagert, in Buchten und seichten Randgebieten wachsen auf einmal Pflanzen, die es im Steyrfluss nie gegeben hätte.
Die Natur stellt sich ständig auf geänderte Verhältnisse ein. Als erfolgreiche Fischer sollten wir diese Veränderungen beobachten und unser Verhalten auch darauf abstimmen.
Ein Fluss wie die Steyr oder auch unser Stausee Klaus scheint ein unüberwindbares Hindernis für viele Tiere zu sein. Einen Braunbären konnten wir jedoch schon beim Durchschwimmen des Sees beobachten.
Im Winter ist dieser See oft zugefroren. Diesen Umstand nutzen z.B. Gämsen und Rehe um die „Seiten zu wechseln“. Das garantiert den in der Natur wichtigen Austausch von Genen.

